Unterwegs mit der Jägerin Diana

An einem leicht verschneiten Januarvormittag traf ich mich mit Diana, einer jungen, sehr engagierten Jägerin im Rennersdorfer Jagdrevier. Hineingewachsen in eine Familie von Jägern, wurde sie schon früh mit auf die Jagd genommen, kennt somit diesen Wald wie ihre Westentasche und hat auch unglaublich viel Wissen über den Wald und seine Tiere. Es hat mich sehr gefreut eine so taffe, belesene Frau in dieser Männerdomäne begleiten, fotografieren und mit Fragen löchern zu dürfen. So hat mir Diana also das Waldgebiet gezeigt, in dem sie jagen geht und ist mit mir auf die Pirsch gegangen.

Zwar war davon auszugehen, dass ihr nichts vor die Flinte läuft, da wir mittags unterwegs waren, aber zur Sicherheit hatte sie auch ihr Gewehr und zwei Patronen dabei. Es hätte ja sein können, dass wir Wildschweinen begegnen. Dem war nicht so. Wir haben stattdessen zu unserer Freude Rehe gesehen und sie eine Weile beobachtet. Die hat sie natürlich nicht geschossen. Denn als Jägerin hat man die Aufgabe den Bestand der Tiere zu regulieren, nicht aus einer Laune heraus welche zu töten, was wohl leider immer noch ein weit verbreiteter Glaube ist und der Jäger absolut zu unrecht ziemlich verpönt ist. Ich frage mich, wie der Beruf so in Verruf geraten konnte. Dabei hat Diana den allergrößten Respekt vor den Tieren. Sie erzählte mir von den schon üblichen Schäden an den Hochständen durch Vandalismus. Ich möchte euch aber mit diesem Post zeigen, dass Jäger absolut notwendig für das Gleichgewicht in der Natur sind. Der Jäger hat sozusagen die Rolle der Raubtiere übernommen, die vor vielen Jahrzehnten in Deutschland ausgerottet wurden, wie der Bär, der Wolf und der Luchs. Denn damals waren dass noch die natürlichen Feinde der hier ansässigen Tieren. Wer von euch wusste denn zum Beispiel, dass die Jäger der Jagdgenossenschaft, die für ein Revier zuständig sind, auch für die dort befindlichen Schäden auf Feldern durch Wild finanziell aufkommen müssen? Ein teures Hobby also für Diana…
Stellt euch vor es gäbe keine Jäger – Wildschweine, die drei mal im Jahr Nachwuchs bekommen würden die ganzen Felder der Bauern kaputt machen und immer weiter in die Dörfer und Städte vorrücken, ebenso wie die Waschbären und Füchse. Wild, welches sich immer weiter vermehrt, würde die jungen Triebe der Bäume fressen und somit den Waldbestand gefährden. Marderhunde würden den Fuchs verdrängen. Und so geht es endlos weiter…

Beim Gespräch mit ihr habe ich auch gemerkt wie sehr Diana die Natur am Herzen liegt. Sie beobachtet ihre Umgebung so aufmerksam. Mit Begeisterung hat sie davon erzählt, dass die Fischotter und die Wildkatzen wieder in der Oberlausitz zu finden sind. Nach und nach kehrt also ein gewisses natürliches Gleichgewicht der Natur zurück.

Reichlich zwei Stunden liefen wir nun durch den Wald am Eichler. Es war toll so viel Neueses gelernt zu haben!

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